Wenn die Tage wieder länger werden und die ersten Vögel zwitschern, haben auch die Hattinger Musikanten und Musikantinnen Lust, ihr neues Programm zu präsentieren. Die Probenarbeit war wie immer von Kapellmeister Raimund Walder perfekt getaktet und so können wir entspannt dem großen Konzert entgegenblicken.
Seit einiger Zeit geht die Meinung um, wir könnten auch im Hattinger Gemeindesaal das Konzert abhalten, viele Argumente sprechen dafür: unkomplizierte Organisation, keine Terminabhängigkeit vom Telfer Rathausaal, keine hohen Kosten, das Event bleibt im Ort, die Leute benötigen kein Auto und es kann nachher ein geselliger Teil mit dem Publikum stattfinden. Das sind nur einige Vorteile, aber es gibt auch Probleme, es sind die zahlreichen Besucher, die uns in den vergangenen Jahren besucht haben. Es waren immer an die 500 Personen, die wir heuer einfach mit zwei Konzerten beglücken.
Der Saal ist sehr schön gerichtet, sogar extra Licht ist installiert. So beginnen wir den Freitagabend vor vollgefülltem Saal. Wenn etwas fehlt, dann ist es der feierliche Rahmen, der sonst immer die Spannung hochhielt. Dennoch ist die Atmosphäre hier im Gemeindesaal auch sehr angespannt und man kann eine Stecknadel fallen hören. Im Publikum sind manche Hattinger zu sehen, die sonst nicht mehr zum Konzert gekommen sind. 
Musikalisch lassen wir weder am Freitag noch am Samstag etwas anbrennen. Wir spielen die Stücke sehr gut, wenn gleich heuer kein Wertungsstück im Programm ist und somit die Extraklasse nicht erreicht wird. Es gibt für alle Ohren etwas. Alte Musik und Ouvertüre für die Klassikfans, zackige Märsche für die Volkstümlichen, Weltmusik und Tänze aus verschieden Winkeln der Erde für die Träumer und Tänzer und dann noch Musical und Swing für die Modernen. Alles wird geboten und ordentlich gespielt, was uns natürlich wieder viel Lob und Anerkennung einbrachte.
Offiziell Aufgenommen werden heuer die Jungmusikanten:
Elina Krug: Flöte
Niclas Singer: Fagott
Tobias Czermak: Fagott
Erwähnt seien auch die kleinen und großen Solisten wie Carmen Lenz am Akkorden, David Huber am Sopransax und Klarinette und Julia Kostner Gesang. Solche Leute braucht es einfach bei einem gelungenen Konzert. 

Und noch etwas trägt ganz entscheiden dazu bei: eine perfekte Organisation unter Obmann Siegfried Huber und Christoph Zanon, weiters eine souveräne Moderation von Peter Kostner und der Zusammenhalt aller Beteiligten bei der Durchführung des Projektes „Nach 27 Jahren wieder Frühjahrskonzert in Hatting“.

Programm:

The Danserye – Tielman Susato / Arr. Patrick Dunnigan

Nabucco Overtüre – Guiseppe Verdi / Arr. Franco Cesarini

Das Abzeichen – Stefan Marinoff / Arr. Siegfried Rundel

Puszta – Vier Zigeunertänze – Jan van der Roost

Lord Tullamore – Carl Wittrock

Oblivion – Astor Piazolla / Arr. Lorenzo Pusceddu

Defying Gravity – Stephen Schwartz / Arr. Tim McMillen

Sing Sing Sing – Louis Prima / Arr. Naohiro Iwai